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Der Salzweiher

Blick vom Angelplatz 2 über den Salzweiher

An der Landstrasse zwischen Benzelrath, Grube Carl und Habbelrath gelegen, stellt der Salzweiher ein landschaftliches Kleinod dar. Ausgedehnte Schilfbänke, finden sich im nordöstlichen Bereich des ca. 2ha großen Weihers, der eine Tiefe von etwa 2m aufweist. Der Fischbestand umfaßt überwiegend Aale, Barsche, Hechte, Rotaugen, Rotfedern, Schleien, Karpfen, Karauschen und Ukelei. Als Einzelexemplare konnten Güstern, Rapfen und Zwergwelse gefangen werden. Der früher massenhaft vorkommende Sonnenbarsch darf inzwischen als eliminert bezeichnet werden.
Die Fischerei ist aufgrund des regelmäßig auftauchenden Kormorans nicht einfach, insbesondere die Cypriniden sind sehr licht- und hakenscheu, doch die Angelei in den Dämmerungsstunden ist erfolgsversprechend.

Das Wohlergehen des Gewässers und seiner Flora und Fauna sind für uns Angler besonders wichtig. Der Gewässerwart des Vereins führt regelmäßige Untersuchungen der Wasserqualität durch, um eventuelle Beeinträchtigungen frühzeitig feststellen zu können.

Die unten angefügte Gewässerkarte steht im Mitgliederbereich zum Download bereit.

Schematische Gewässerkarte des Salzweihers samt Angelplätzen

Impressionen vom Salzweiher

Elektrobefischung zeigt: Der Fischbestand am Salzweiher ist sehr ausgewogen!

Benzelrath, 20. September 2018: Bereits zum dritten Mal seit 2008 wurde am Salzweiher durch die Fischereibiologen und Fischwirte des Rheinischen Fischereiverbands eine Elektrobefischung durchgeführt. Der Salzweiher wurde zur E-Befischung zweimal komplett mit dem Boot des RhFV umrundet.
Zur weiteren Bestandskontrolle wurden in Ufernähe zusätzlich Stellnetze gesetzt.  

Nach Aussage von Dr. Molls und Dr. Nemitz weist das Ergebnis der Befischung auf einen gesunden, ausgewogenen Fischbestand hin, der die Ertragskraft des Gewässers widerspiegelt:

  • Der Barschbestand ist gut. Es sind alle Größen vorhanden, die Fische sind altersmäßig ordentlich abgewachsen und der Bestand ist nicht verbuttet. Da Barsche den größten Anteil an der gefangenen Biomasse ausmachen, ist auf die weitere Entwicklung des Bestands ein Auge zu werfen.
  • Der Aalbestand ist für ein stehendes Gewässer als sehr gut einzustufen.
  • Rotaugen und Rotfedern in unterschiedlichen Größen wurden reichlich gefangen.
  • Hechte bis 80 cm wurden gefangen, allerdings sind diese mager, was einen Stützbesatz an Weißfisch empfehlenswert macht. Der Hechtbestand ist als “gut” aber keinesfalls als übermäßig zu bezeichnen.
  • Der Jungfischbestand wurde als ausgezeichnet für die Gewässerart gewertet.
  • Karpfen bis zu 10 kg Größe sind vorhanden.
  • Es wurden wohlgenährte Schleien bis 60 cm gefangen, was darauf hinweist, dass der Karpfenbestand nicht übermäßig ist.
  • Es wurden keinerlei “Exoten” gefangen. Das 2009 formulierte hegerische Ziel der Neozoen-Bekämpfung (Stichwort: Sonnenbarsch) und der Wiederherstellung einer heimischen Fischfauna kann somit als erreicht bezeichnet werden.

 Wir danken dem Rheinischen Fischereiverband für die tatkräftige hegerische Unterstützung durch diese Befischungsaktion.



Fänge aus dem Salzweiher


Sonderthema Neozooen-Bekämpfung:
Vom Verschwinden des Sonnenbarsches aus dem Salzweiher

Der Sonnenbarsch (Lepomis gibbosius) ist dem Aquarianer ein wohlbekannter Fisch. Er liebt warmes Wasser, ist gefrässig und wurde in der Grube Carl auch als Indikatorfisch im geklärten Absetzwasser eingesetzt.

Als die Fabrik schloss, hatte wohl ein Mitarbeiter Mitleid mit den Sonnenbarschen und setzte sie in den Salzweiher. Dort konnten sie sich über Jahre prächtig vermehren. Da der Sonnenbarsch ein besonders schlimmer Laichräuber ist, hatten viele heimische Fischarten keine Chance. So gab es beispielsweise keine Barsche im Gewässer, eine Fischart, die sonst in jedem Gewässer zu finden ist, einfach weil Wasservögel sie mitbringen. Eine Elekrobefischung im Jahre 2008 brachte es an den Tag. Der Fischbestand des Salzweihers wurde von Sonnenbarschen dominiert, viele heimische Fischarten fehlten und komplette Jahrgänge von Weißfischen fehlten ebenfalls. Auf Rat des Fischereibiologen und in Abstimmung mit der Fischereibehörde besetzte der ASV Habbelrath nun heimische Raubfische, um den Bestand an Sonnenbarschen zu dezimieren, Hechte, Zander, Barsche und Aale wurden besetzt, um den kleinen Räuber in Schach zu halten. Und das mit sehr gutem Erfolg. Bei einer Elekrobefischung fünf Jahre später, konnte bereits kein Sonnenbarsch mehr nachgewiesen werden und seit 2014 ist kein Fang mehr erfolgt. Durch die gezielten Hegemaßnahmen und Bestandserfassungen leistet der ASV Habbelrath einen aktiven Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Fischfauna in Frechen.